• Beitrags-Autor:
  • Beitrags-Kategorie:KiTa
  • Lesedauer:5 min Lesezeit

Heute wollen wir uns einmal der Frage widmen, welche Gründe es gibt, sich für die Tätigkeit in einer KiTa zu entscheiden. Wir haben dazu einige unserer Bewerberinnen und Bewerber befragt und im Netz nach weiteren Meinungen recherchiert.
Vorab ist zu sagen, dass es sich um einen Beruf handelt, der sehr viele Vorurteile von Außenstehenden mit sich bringt. Sätze wie „man trinkt gemütlich Kaffee während die Kleinen schlafen“, „bastelt und spielt den ganzen Tag“ und überhaupt; „so´n bisschen babysitten, singen und klatschen kann doch schließlich jeder!“ sind keine Seltenheit. Auf diese Äußerungen reagieren die Kolleginnen und Kollegen sehr allergisch, und das zurecht.

Allein die Voraussetzungen und Qualifikationen, die ErzieherInnen mitbringen müssen sind schon einen eigenen Beitrag wert, den wir hier auch demnächst veröffentlichen werden. Denn es ist ein Beruf mit sehr hoher Verantwortung, weil in der Kindheit wichtige Grundlagen für das spätere Leben gelegt werden. Die „frühkindliche Pädagogik“ ist essentiell für die sprachliche und motorische Entwicklung der Kleinen. Bewegungsaktivitäten, Einhaltung von Ruhephasen, Begleitung des Freispiels sowie die Vermittlung von Sozialkompetenzen sind nur einige wichtige Bereiche dieser frühen Lebensphase. Daher ist es besonders wichtig, dass dieser Lebensabschnitt von Experten begleitet wird. Nicht umsonst ist der Erzieherberuf in anderen Ländern längst Studienberuf.

Wenn wir diese Tätigkeit einmal sachlich betrachten wollen lohnt ein Blick in das „BERUFENET“ der Arbeitsagentur. Hier der entsprechende Link zu den Tätigkeitsinhalten des Berufs „Erzieher/in“.

Auch der NDR ist mit seiner Sendung „extra 3“ dieser Frage
nachgegangen und da natürlich auch der Humor in diesem Beruf sehr wichtig ist – schaut Euch das nebenstehende Video einfach mal an… 🙂

Man sagt ja, dass in jedem Spaß oder in jeder Satire etwas wahres daran ist. Und natürlich hat der Beruf Erzieher/in, wie jeder andere Job auch, eine Kehrseite. Neben der angespannten Personalsituation, die schnell zur Überlastung führen kann ist die Bezahlung sicher ein wichtiger Punkt, über den man sprechen muss, denn die bereits angesprochene Verantwortung kann aus unserer Sicht nicht hoch genug angerechnet werden. Auch den Verdienstmöglichkeiten werden wir uns in einem der nächsten Blogbeiträge widmen.

Da wir aber hier zunächst der Frage nachgegangen sind, warum Erzieherinnen und Erzieher genau diesen Beruf gewählt haben bzw. was Ihre Motivation ist, in diesem zu arbeiten, haben wir die Antworten in 7 Punkten zusammengefasst:

1. Spaß an der Arbeit mit Menschen (insbesondere mit Kindern)

Man arbeitet sowohl mit Kolleginnen und Kollegen als auch mit Kindern verschiedener Altersstufen zusammen – abwechslungsreich

2. Jeder Tag ist anders / es wird nie langweilig

Mal läuft alles prima, mal alles aus dem Ruder 🙂 Nerven aus Stahl sind an manchen Tagen sicher notwendig – aber die gute Laune überwiegt!

3. Vorbild sein / Werte vermitteln

Erzieherinnen und Erzieher prägen die Entwicklung der Kinder entscheidend mit – Weitergabe von Sozialkompetenzen!

4. Übernahme der Verantwortung für die Entwicklung der Kinder

Im Einklang mit den Erziehungsberechtigten werden individuelle Entwicklungs- und Bildungsprozesse angeregt und pädagogisch wertvolle Lerninhalte vermittelt

5. Selbstverwirklichung / eigene Ideen einbringen

Der eigenen Kreativität freien Lauf lassen. Musikalisch, mit Sport oder Kunst – zahlreiche Möglichkeiten können Kinder begeistern!

6. Arbeitsplatz mit Zukunft / Tätigkeit auch in anderen sozialen Berufen möglich

Es werden händeringend Erzieherinnen und Erzieher gesucht. Nahezu alle KiTa-Türen stehen für Fachkräfte offen. Auch in anderen sozialen Bereichen (z.B. Familienberatung, Suchtberatung, Arbeit im Jugendwohnheim) sind Erzieherinnen und Erzieher gefragt.

7. Übernahme einer wichtigen gesellschaftlichen Aufgabe

Hier spielt die frühe Lebensphase eine große Rolle, da die Kinder hier besonders empfänglich für äußere Eindrücke sind.

Aus unserer Sicht sind dies schon ziemlich starke Argumente, warum eine Ausbildung zur Erzieherin oder zum Erzieher attraktiv sein kann. Gibt es vielleicht noch weitere Punkte? Dann freuen wir uns auf Eure Kommentare!